Bau freistehende Natursteinmauer

 

Freistehende Trockenmauern bleiben beidseitig sichtbar, haben also 2 Ansichtsflächen vorn und hinten, sie werden oft doppelhäuptig erstellt, heißt je eine Reihe außen und innen. In klassischer Bauweise dienen sie oft als Abgrenzungs- oder Einfassungsmauer und haben keine statische Funk­tion

freistehende Gartenmauer hellgelber Sandstein

1 .20 m können einhäuptig erstellt werden. Dabei muss das Ausgangsmaterial kantig  vorbereitet sein, eine gleichmäßige Tiefe  und ein exakter Aufbau wird vorausgesetzt, um die nötige Stabilität zu gewährleisten.Zur Erhöhung der Stabilität werden Mauern mit Anzug erstellt. Es wird ein Anzug der Mauer von min. 15% empfohlen.Der Querschnitt dieser Mauer hat die Form eines gleichmäßigen Trapezes. Je grösser der Anzug, desto stabiler wird die Mauer.In Ausnahmefällen bei knappen Platzverhältnissen können Trockenmauern bis 1 .00 m ohne Anzug erstellt werden.Sofern der gewachsene Boden vorwiegend aus grobem Material mit guter

freistehnde in Mörtel gemauert  weiiss-grauer Sandstein

Sickerfähigkeit besteht, kann die auf die Erstellung eines Fundamentes verzichtet werden. In diesem Fall genügt ein Aushub des Mutterbodens Ansonsten ist für den Bau einer Trockenmauer eine labile Fundation (ohne Beton) ausreichend. Die Grundfläche der Mauer plus beidseitig 10 cm wird ausgehoben. Anschliessend wird gebrochenes Koffermaterial (Kiessand oder Schottersand-Gemische) eingearbeitet und verdichtet, so dass die Differenz bis zur Oberkante des Oberbodens noch etwa 15 cm beträgt.Die erste Schicht (Fundamentsschicht) der Trockenmauer wird mit grossen, gleich hohen und flachen Steinen eingebaut. Diese kommt etwa 15 cm unterhalb der Oberkante des Oberbodens zu liegen. Jeder Stein muss darauf hin gut stabilisiert werden, so dass nichts mehr wackelt.

 

freistende Mauer als Hochbeet  in hellgelbem Sandstein flach palettiert

Die Steine des Fundamentes müssen so verlegt werden, dass die Längsseite des Steines in die Breitseite der Mauer gelegt wird. Dies erhöht die Stabilisation und verhindert ein späteres Wegrutschen des Steines. Die Steine werden so eingebaut, dass die Längsseite zur Mauermitte gewendet ist. Die Aussenfläche (Sichtfläche) des Steines sollte dabei den Anzug der späteren Mauer haben. Die Steine müssen immer waagerecht und nicht senkrecht eingebaute werden. Jeder Stein mussnach dem Einbau fest liegen und darf nicht mehr Wackeln. So wird die Mauer Schicht für Schicht erstellt.Große Steine werden im unteren Bereich der Mauer eingesetzt, kleinere oben. Das Innere der Mauer wird parallel zum Aufbau hintermauert und mit Füllsteinen aufgefüllt.Binder halten die beiden Sichtseiten der Mauer zusammen. In einer Höhe von 40/50 cm wer­den diese einbaut. Bei höheren Mauern nach jeweils 50 cm Höhendifferenz erneut. Pro Lauf­meter wird ein Binder verbaut.

 

Weitere Mauerschichten

Wie in den unteren Mauerschichten wird im oberen Bereich weitergefahren, bis die gewünschte Mauerhöhe (exkl. Höhe der Decksteine) erreicht wird. Die letzte Schicht muss für die Platzierung der Decksteine ausgeebnet werden, damit diese ruhig zu liegen kommen.

Abschlussschicht Art und Anordnung der Decksteine können variieren. Die Steine haben eine Länge, welche der Mauerbreite oder etwas mehr entspricht. Diese werden nun, ähnlich wie Binder, in einer Reihe eingebaut und verkeilt. Es spielt dabei keine Rolle ob die Decksteine gestellt oder gelegt werden.Gesteinsmaterial für Decksteine sollte einheitlich sein. Auch der Einbau der Steine muss regelmässig und stets auf dieselbe Art erfolgen. So ergibt sich eine einheitliche und saubere Mauerkrone.


Video freistehende Trockenmauer

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